Gedankenwelt

 

 

 

 

 

‘Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.’
Max Frisch

Dieses Zitat von Max Frisch passt gut in diese Zeit. Aktuell erleben wir um uns herum viel Veränderung und Bewegung. Manchmal sind wir selbst der Auslöser, manchmal erfahren wir diese von außen.

Fact ist: Der Mensch spürt üblicherweise in die jeweilige neue Situation, die sich ihm bietet, hinein. Vielfach führt er dann kurz einen inneren Dialog und positioniert sich. Dies geschieht unbewusst in vielfältigen Alltagssituationen oder auch im beruflichen Kontext.

Da wollen zum Beispiel der Bruder oder die Schwester wissen, ob wir uns an Weihnachten sehen werden. Vielleicht braucht es noch eine Abstimmung mit weiteren Familienmitgliedern und wir antworten noch zurückhaltend. Innerlich haben wir abgewogen, was die ersten bzw. nächsten Schritte sein werden, um dem Bruder oder der Schwester eine Antwort geben zu können.

Ist dir klar, wie du diesen inneren Dialog mit dir selbst führst? Bist du dabei zu dir freundlich oder eher forsch? Stellst du dir Fragen oder formulierst du „wenn-dann-Sätze“? Wie wertschätzend gehst du mit dir selbst um?

Unsere Sprache, nach innen als auch nach außen gerichtet, zeigt unsere Haltung in einer Sache und damit auch uns selbst. Mit ihr hinterlassen wir unsere persönliche Visitenkarte.

So kann es sein, dass du schon heute weißt, dass es zeitlich knapp ist, die Ausarbeitung für das Projekt bis zum gesetzten Termin zu schaffen. Innerlich machst du dir Druck und setzt alles daran, die vorgegebene Frist einzuhalten. Manchmal gibt es diese stressigen Situationen und wir heizen uns mit der entsprechenden Wortwahl zusätzlich mit Sätzen an, wie:

„Dann muss ich das eben später noch machen oder ich fange schonmal nebenbei damit an. Ich muss das irgendwie bis nächsten Mittwoch schaffen.“

Oftmals findet diese Kommunikation im inneren Dialog statt. Wir steigern damit unsere Anspannung und merken erst später, wie wir uns selbst angetrieben haben.
Ob es tatsächlich die Kommunikation in dieser Form braucht oder ob es auch anders geht, das kann Jeder selbst für sich testen. Eine Idee kann auch sein, zu sagen:

„Ich weiß, dass die Ausarbeitung des Projektes zeitlich für mich eine Herausforderung wird. Ich werde meine Aufgaben neu priorisieren und schrittweise vorgehen.“

Verbal entspannt es die innere Haltung und bietet mir die Möglichkeit, in anderer oder neuer Weise die Aufgabe anzugehen. Das heißt nicht, dass sich damit das Zeitfenster verlängert oder die Aufgabe weniger umfangreich ist.
Ich lenke damit meine Gedanken in die Richtung, in die ich gehen will. Das hat einen Einfluss auf meine innere Haltung zu einer Sache.
Wir haben die Wahl, die Wort-Wahl und damit die Chance, uns zu entfalten.

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